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Allgemeine Tipps

 

Neben den disziplintypischen Tipps & Tricks gibt es eine Reihe von Kleinigkeiten die einem das Leben auf der Range erheblich erleichtern können. Hier gilt natürlich auch wieder: selber ausprobieren was hilft und was vielleicht eher stört.

Unser Sport ist zu vielfältig und jeder Schütze zu individuell um fixe Vorgaben zu machen.

Weder wollen wir das, noch möchte jemand im Hobby bevormundet werden. Es ist jedoch sehr mühsam, zeitaufwändig und teuer alles selber heraus finden zu müssen.

Deswegen möchten wir unsere Erfahrungen und die vieler anderer erfolgreicher Schützen teilen.


 

Waffen

Die Auswahl bei Revolvern ist schon sehr groß, die von Pistolen ist allerdings allein durch die große Herstellervielfalt noch umfangreicher, zählt man dann noch die Tuner und Spezialisten mit ihren Einzelstücken und Kleinserien dazu, kann es schon mal länger dauern bis man sich festgelegt hat.

Wir möchten hier auch keine Ratschläge geben welche Waffe für welche Disziplin anzuschaffen ist. Nur ein paar Hinweise auf Stolpersteine sind eventuell hilfreich.

Bei der Auswahl sollte man sich an seiner Wunschdisziplin orientieren. Oftmals kann mit einer Waffe an mehreren verschiedenen Disziplinen teilgenommen werden, wer dies vor hat muss unbedingt auf die Kleinigkeiten der Sportordnung achten. Abzugsgewichte, Lauflängen oder Außenmaße die minimal differieren seien hier nur beispielhaft genannt.

Wichtig bei der Auswahl: die Waffe muss dem Schützen passen. Es nützt rein sportlich gesehen überhaupt nichts, wenn die Edel-Tuner-Waffe weit über 3.000,- Euro gekostet hat, die beiden Schießkumpels auch so eine haben oder sie genauso aussieht wie die aus dem Film, in dem der eine mit den geilen Tattoos so böse aus der Wäsche schaut, aber leider ist das Griffstück zu groß, hat einen unpassenden Winkel oder der Trigger steht zu weit weg.

Grundsätzlich muss man sich vor Augen halten, was man da für eine Waffe vor sich liegen hat und was man damit machen möchte. Eine Glock 17 ist eine hervorragende Waffe, jedoch zum Präzisionsschießen nur bedingt geeignet.

Auch ist eine 1911 Single Stack mit Kompensator & Point zwar für IPSC Open zugelassen, aber mit 7+1 Magazinkapazität nicht unbedingt eine Empfehlung um schnelle Stages zu schießen: viele Reloads kosten eben viel Zeit.

 

Bei der Auswahl des Modells hilft nur probieren, Testen, Probe schießen, Testen, Probieren, ruhig nochmal Probe schießen... bis es passt.

Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass die Folgekosten für ein und dieselbe Disziplin mit verschiedenen Waffen erheblich differieren können:

Selbstgeladene .38Sp aus einem Revolver, die ich nach dem Entladen in meiner Handfläche habe oder .45ACP aus der Pistole die quer über den ganzen Stand fliegen?

 


 

Welche Visierung?

Optische Zielhilfen

Bei nahezu allen dynamischen Disziplinen gibt es die Variante "Optical Sight" oder "Open".

Hierbei ist es erlaubt statt der Standardvisierung Kimme & Korn auf eine optische Zielhilfe zurückzugreifen. Ob Holosight oder Red Dot, ob geschlossene Röhre oder offene Scheibe ist auch wieder Geschmacksache.

Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden dass die Optik parallaxefrei, natürlich dem Kaliber entsprechend schussfest ist und dass die Helligkeit eingestellt werden kann. Die Größe des Leuchtpunkts dagegen ist in der Regel nicht veränderlich, es sei denn man kann die Diode wechseln wie z.B. bei den C-More Modellen.

Faustregeln:

Je größer der Punkt desto schneller die Zielauffassung. Ein 2 MOA Punkt bei Sonne in einem IPSC Parcours ist schwer zu sehen.

Je kleiner der Punkt, desto präziser kann auf größere Entfernung angehalten werden. Ein 6 MOA Punkt überdeckt auf 50m mehr als die 9 der PPC Scheibe

 

Offene Visierung

Die meisten Disziplinen werden jedoch mit offener Visierung, also Kimme & Korn, geschossen. Ein Rampenkorn - womöglich noch mit roter Einlage -, ein Fiberkorn als Lichtfänger oder Leuchtpunkte auf der Kimme sind Erfindungen aus der Dienstwaffenwelt und erschweren einem Sportler nur unnötig ein sauberes Visierbild. Wir müssen uns nicht im Dunkeln  verteidigen.

 

Was wird einfacher für das Auge sein: 3 schwarze Flächen (Kimme links  - Korn - Kimme rechts) oder 2 grüne Leuchtpunkte rechts und links und in der Mitte ein roter Punkt?

Deshalb: wenn es die Sportordnung erlaubt:

hinterschnittenes Target-Korn, schräg angestelltes Kimmenblatt, keine Leuchtelemente sondern Kimme & Korn so reflexfrei wie möglich gestalten.  Verschiedene Visierschwärzer sind im Handel erhältlich, das schwärzeste Schwarz ist aber immer noch Ruß. Erzeugt aus einer Karbidlampe oder einem Ray-Vin Sight Blackener erzeugt ein sehr klares Visierbild. Wer jetzt meint dass es für ihn keinen Unterschied macht der schaut nicht genau auf seine Visierung.

Und wer sich den Ruß beim Wechsel der Stationen nicht versehentlich abwischen möchte, der schützt sein Kimmenblatt z.B. mit einer kleinen Dose für Kleinbildfilme oder einer Foldback Klammer.

Auch die Visierverstellung ist nicht zu unterschätzen:

Indoor oder Outdoor, im schlimmsten Fall noch mit Sonne von hinten auf die Visierung verändert die Treffpunktlage erheblich. Wer im ständigen Mix zwischen Ständen mit viel und wenig Licht schießt dem sei angeraten sich Notizen zu machen. Einlaminiert im Rangebag hat man solche Hilfen immer zur Hand und man muss sich nicht merken was man wie einstellen muss.


 

Zielbild

Es gibt 2 Dinge die der Schütze beim Zielen scharf sehen muss: Kimme & Korn. Punkt.

Wir hören oft die Aussage: "die 50 Meter habe ich versaut, ich sehe da hinten einfach nichts mehr". Wenn dann die Antwort kommt: "da hinten gibt es für Dich doch auch nichts zu sehen, schau auf Dein Korn!" erntet man nur ungläubige Blicke.

Die Theorie:

Das Auge sucht sich automatisch das Zentrum wenn nicht genau fokussiert wird. Ich schaue also auf mein Korn. Ich sehe es exakt scharf. Jetzt stelle ich meinen Kimmenausschnitt so dahinter, dass die Lichtspalte rechts und links identisch sind und die Kornhöhe exakt mit der Höhe des Visierblattes übereinstimmt.

Klappt nicht? Dann konzentrierst Du Dich nicht genug auf das Korn!

Wenn es klappt: das Visierbild auf der Scheibe positionieren. Dabei kommt es nicht darauf an ob man wackelt, das ist normal, wir sind keine Maschinen. Der Halteraum - einen Haltepunkt gibt es nicht! - sollte nur möglichst klein sein, wer es also schafft kleine Kreise & Achten zu drehen ist auf dem bestem Weg.

 


 

Abziehen

 

Speziell im PPC 1500 Bereich werden alle Distanzen Double Action Only geschossen. Ausnahme: auf 50 Meter dürfen Revolver auch vorgespannt, also Single Action geschossen werden.

Jetzt schauen wir den HighMastern zu und stellen fest: die schießen fast ausnahmslos Double Action. Warum? Single Action ist doch viel einfacher? Nicht wirklich.

 

Die Theorie:

Es ist einfacher etwas in Bewegung zu halten als etwas aus dem Ruhezustand in Bewegung zu bringen.

Also halten wir nicht an auf dem Weg zum Schuss. Vorspannen > Abzugsgewicht verringert sich > Trommel rastet ein > der Schuss bricht. Wenn das Ganze jetzt so stattfindet dass das Visierbild gepasst hat, dann sollte man jetzt einen zufriedenstellenden Treffer gelandet haben.

Bei schnellen Schussserien gilt: nicht am Abzug reißen. Natürlich hat man wenig Zeit. Reißen bedeutet aber verreißen. Zeiteinsparungen lassen sich durch Schnellziehholster, eingeübte Abläufe, optimaler Griff usw. erreichen, aber nicht durch Reißen. Kontrolliert Abziehen ist enorm wichtig.

Nicht bewusst Abziehen wenn die 10 "vorbeikommt", die ist im selben Moment schon wieder weg, wenn man nicht sowieso gerissen hat. Auch wenn viele "Action Shooter" es nicht wahrhaben wollen: Präzision bei schnellem Schießen ist nur möglich wenn man es auch mit viel Zeit kann.

Eigentlich ganz einfach, oder?

 


 

Equipment

Ein Tag auf der Range kann vollkommen entspannt sein wenn man nebenan wohnt, ausgeschlafen ist und das Programm überschaubar ist.

Allerdings ist das nicht so ganz typisch für dynamische Disziplinen:

Weite Anreisewege, Übernachtungen in mehr oder weniger komfortablen Unterkünften, fremder Stand, Wettereinflüsse, Startzeitverschiebungen und vieles mehr können die Tagesform erheblich beinträchtigen.

 

Umso wichtiger dass das persönliche Equipment alle Eventualitäten abdeckt:

Von Wasser & Powerriegel, Handtuch für den Schweiß und Bekleidung zum Wechseln, Kopfschmerztabletten und Pflaster sollte alles griffbereit sein. Wer schnell schwitzige Hände hat muss ebenso vorsorgen wie derjenige der so trockene Hände hat dass alles glatt wie Porzellan ist.

Auch die Wahl des Gehörschutzes ist nicht ganz einfach: was zu Hause Indoor auf dem heimischen Stand gut funktioniert muss bei 30°C oder mehr nicht unbedingt förderlich sein. Der Eine mag so viel Ruhe wie möglich, den Anderen macht es nervös wenn er die Ansagen des RO nicht richtig versteht. Wieder einmal hilft nur ausprobieren was einem am besten gefällt.

 

Die Brillenträger wissen aus dem täglichen Bereich dass einen verschmutze Brille nicht schön ist, beim Schießen sind jedoch Schlieren oder Schmutzpartikel die im Sichtfeld sind besonders störend. Also immer Reinigungstücher in der Tasche bereithalten, jeder RO wird zwischen den Stages die Geduld aufbringen die Prozedur abzuwarten.

Auch die Bekleidung sollte für alle Eventualitäten geeignet sein: in Hamburg bei Sonnenschein losfahren heisst nicht in Alsfeld bei gleichen wetter anzukommen!

 


 

Auswertung - und dann?

 

Für Gewöhnlich findet die Auswertung direkt nach dem Match statt, entweder durch die RO direkt auf dem Stand oder die Schützen werten sich gegenseitig in einer ausgewiesenen Zone aus.

Jetzt wäre es natürlich prima, wenn man nicht nur Schreibzeug dabei hat, sondern auch Hilfsmittel bei zweifelhaften Treffern.

Ein EagleEye - eine Lupe mit eingelaserten Ringen - oder ein Overlay hilft bei der Entscheidung ob der nächst höhere Ring erreicht wurde oder ob es sich um einen Doppeltreffer handelt oftmals weiter und erspart Diskussionen.

Für sehr viele Schützen steht nach einer absolvierten Disziplin in kurzem Zeitabstand die nächste Disziplin an. Jetzt gilt es neue Energie zu tanken, die eventuellen nicht ganz so schönen Treffer des letzten Matches zu vergessen und sich auf das nächste zu konzentrieren. Was sich so leicht liest ist in der Realität oftmals nicht ganz so einfach.